Warum #ONKOMM ?

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Wieso ich das studiere, was ich studiere.

„Macht ihr immer solche lustigen Dinge in deinem Studiengang? Wie geil ist das denn?! Und was studierst du jetzt eigentlich?“

Fast immer, wenn ich eine Story aus der Uni in Instagram hochlade, bekomme ich solche Reaktionen von euch zugeschickt. Es scheint, als besteht mein Unterricht nur aus Spaß und wir schauen immer Filme. Die Wahrheit ist…ja, es ist manchmal richtig lustig und bis jetzt für mich genau der richtige Studiengang.

Da ich oft gefragt werde, um was es in meinem Studium eigentlich geht schreibe ich diesen Blogbeitrag. Ich kombiniere das mit meinen Pflicht-Blogbeiträgen, die ich von der Hochschule aus schreiben muss. Ja, eine unserer Aufgaben ist es tatsächlich mehrere Blogbeiträge, über das Semester verteilt zu schreiben. Da das schon der Dritte ist, fällt es mir nicht mehr ganz so schwer, wie am Anfang. „Übung macht ja bekanntlich den Meister.“

Was, wie, wo Onkomm?

So, nun zu den wichtigen Dingen. Mein Studiengang heißt „Onlinekommunikation“ und dauert sieben Semester. Wenn ich fertig bin, habe ich den Bachelor of Science. Ich sage immer, ich studiere Instagram, Facebook und Co. Aber eigentlich geht es bei uns vor allem um das Kommunizieren im Onlinebereich, daher auch „online“ und „Kommunikation“ aber auch um die Schwerpunkte Online-Marketing, Online-PR und Corporate Learning. Der Bachelor Studiengang in dieser Form ist einzigartig in Deutschland und noch sehr neu.

Onlinekommunikation B.Sc. wird von der Hochschule Darmstadt angeboten. Der Campus an dem wir studieren, ist jedoch in Dieburg. Ich habe mich auch zuerst gefragt wo das denn sein soll. Dieburg ist nicht gerade der Nabel der Welt, liegt aber nur circa 20 Minuten von Darmstadt entfernt. Als „Dorfkind“ finde ich das gar nicht so dramatisch, da gehöre ich aber eher zur Minderheit. Die meisten meiner Kommilitonen nehmen lieber täglich eine stundenlange Anreise auf sich, um bloß nicht hier wohnen zu müssen.

 

Wie ich zu diesem Studiengang gekommen bin

Direkt nach dem Abitur wusste ich überhaupt nicht was ich mal studieren will. Mode – und Textilmanagement hatte ich immer im Hinterkopf, aber ich war mir nie zu 100% sicher. In meinem Jahr Auszeit nach dem Abitur, habe ich versucht mich ein bisschen auszuprobieren. Durch meinen Nebenjob im Verkauf wusste ich relativ schnell, dass ich so eine Tätigkeit nicht mein Leben lang machen möchte. Ein bisschen reisen um den Kopf frei zu bekommen, musste natürlich auch sein. Die andere Seite der Erde gesehen zu haben wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Da ich in diesem Jahr erst einmal viel Zeit für mich hatte, habe ich mich mehr mit Instagram und meinem Account beschäftigt. Hier habe ich nochmal gemerkt, wie viel Spaß mir das alles macht. Deshalb wollte ich ein Praktikum im Social Media Bereich machen. Schnell bin ich bei einem Startup in der Nähe fündig geworden. Wer meine Zeit dort ein bisschen mitverfolgt hat, dem sagt die Eisfirma „VERŪ“ etwas. Hier habe ich ein halbes Jahr das eckige Eis auf Fotos in Szene gesetzt und die Social Media Kanäle mit Content gefüllt. Durch das Praktikum war ich in meiner Idee für das Studium bestärkt worden.

Also habe ich mich in der kommenden Bewerbungsphase bei jeglichen Unis, die Studiengänge mit dem Schwerpunkt „online“, „Social Media“ und „Marketing“ anbieten, beworben. Nach langem, nervenaufreibendem Warten bekam ich endlich ein paar Zusagen. Darunter war auch mein früherer Favorit, das Mode – und Textilmanagement Studium. Vor einem Jahr hätte ich mich darüber total gefreut, aber jetzt wollte ich unbedingt eine Zusage für „Onlinekommunikation“.

Zum Glück habe ich diese auch bekommen und gehöre nun auch zur „Onkomm-Family“. Da der Studiengang noch so jung ist und dieses Jahr die ersten Studenten ihren Bachelor machen, fühlen wir uns alle wie in einer kleinen Familie, in der man sich hilft und voneinander lernt.

 

Ein paar unserer Fächer 

 

Business Planning

Die allseits beliebte Veranstaltung am Montag morgen um 8:30 Uhr, bleibt nicht nur wegen der modischen Extravaganz, sondern auch wegen der coolen Sprüche in Erinnerung. „Jörsi Maus“ ist eigentlich das Beste, was einem so früh am Morgen passieren kann. Hier bekommen wir Einblicke in die Welt der Aktien, Gewinnberechnungen, wie der Ökonom so denkt und am wichtigsten, warum wir alle unser Sparbuch kündigen sollten. Also, habt ihr alle noch eure Sparbücher oder investiert ihr schon in Aktien?

WAKIB

Das Fach heißt eigentlich „Wissenschaftliches Arbeiten & Kommunizieren im Beruf“. Das ist aber zu lang um es auszusprechen, deshalb „WAKIB“. Eigentlich total nützlich, da wir hier endlich einmal erklärt bekommen, wie man richtig wissenschaftlich arbeitet. Also wie man richtig, Quellen zitiert und welche dafür geeignet sind. Zur Übung gab es dann gleich eine Hausarbeit. Ich weiß schon mal, dass das nicht meine Lieblingsbeschäftigung werden wird, aber was muss, das muss.

Der grobe Inhalt der Hausarbeit wird gegen Ende des Semesters in Form einer Präsentation auch mündlich wiedergegeben. Wir üben schon fleißig, wie man richtig präsentiert, ohne dass es langweilig wird und die Aufmerksamkeit verloren geht. Stichwort „Ice-Breaker“.

Multimedia-Technology

Ja, hier gibt es nochmal eine gute Portion Mathe, die manche ohne Informatikerfahrung den letzten Nerv raubt. Denn wieso lernen wir unser Leben lang die Zahlen von 1 bis 10, um dann gesagt zu bekommen, dass es noch viele andere Zahlensysteme gibt. Und plötzlich ist die 10 nicht mehr nur noch die 10, sondern irgendwie auch 1010, 12 und A.

Wer sich jetzt auch denkt „Was zur Hölle“, der kann sich vorstellen, wie verwirrt manche von uns in den ersten Vorlesungen waren. Spannend ist es natürlich trotzdem und für „kleine Informatiker“ mehr als ein Klacks.

Labor Web Literacy 

Hier entstehen meistens die lustigen Videos aus meiner Story. Denn an vielen Donnerstagen in diesem ersten Semester, finden die so genannten „Barcamps“ statt. Hier haben wir, Wochen davor in kleinen Gruppen zu einem bestimmten Thema Wissen erarbeitet und wollen dieses in unserer „Session“ den anderen vermitteln.

Da aber nicht nur eine Gruppe präsentiert, sondern mehrere zur selben Zeit, bewirbt jede Gruppe ihr Thema vor allen kurz in einem „Pitch“. Das kann man sich in etwa so vorstellen, wie bei „Der Höhle der Löwen“, wenn sich das Startup kurz vorstellt. Bei uns arten diese Pitches oft in Battles zwischen den Gruppen aus. Es gilt, „wer hat den coolsten Pitch“.

Dabei entstehen meine Instastories mit nachgestellten Rap-Videos oder Schauspielszenen mit Gesangseinlagen, manchmal auch Bilder die Zuschauer unter 18 Jahren, besser nicht gezeigt werden sollten. Aber die Hauptsache ist durch gute Pitches so viele Leute wie möglich für die darauf folgende Session zu begeistern.

Genaueres gibts natürlich auf der Webseite der h_da. Hier der Link für die, die mehr wissen möchten.

https://www.h-da.de/studium/studienangebot/studiengaenge/architektur-medien-und-design/onlinekommunikation-bsc/

 

 

Wer twittert denn noch?

Genau, wir! Zu Beginn hieß es, wir sollen uns doch bitte die bekannte Kommunikations-App downloaden, da wir jetzt alle twittern werden. Ich hatte zwar alle für mich „wichtigen“ Apps dieser Art schon auf meinem Handy, aber an Twitter hatte ich mich nie getraut. Für mich war Twitter immer so wie früher Facebook. Man schreibt alles in seinen Status / Post, was einem gerade durch den Sinn geht. Dabei ist es egal, wen es interessiert.

Da wir von nun an aber dazu verpflichtet waren uns einen Account anzulegen und dort auch aktiv zu sein, konnte ich mich nicht mehr drücken. Ich hätte aber nicht gedacht, dass es mir doch so gefällt. Man folgt am Anfang natürlichen den Promis, denn vor allem in Amerika wird viel, mehr oder weniger nützliches Gedankengut, auf Twitter gepostet. Die sinnvollen Beiträge von Donald Trump dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Ein großer Vorteil ist es auch, wenn man zum Beispiel wegen Krankheit an einer Veranstaltung nicht teilnehmen kann. Egal ob bei den Pitches im Barcamp oder an anderen Events. Denn man ist – da alle fleißig posten – durch Twitter trotzdem live dabei.

 

Wie gefällt es mir bis jetzt?

Da ich im ersten Semester bin, kann ich mir vorerst nur durch meine jetzigen Erfahrungen eine Meinung bilden. Zur Zeit bin ich mehr als zufrieden, auch wenn ich noch mehr als zuvor vor meinem Handy oder Laptop sitze. Natürlich ist studieren immer auch Arbeit und Lernaufwand, da mich die Thematik persönlich sehr interessiert, fällt mir das jedoch viel leichter.

Zusätzlich wird in meinem Studium viel Wert auf den Praxisbezug gelegt. Theorie lässt sich mit gezielten Übungen viel leichter vertiefen. So hatten wir in der Business Planning Übung die Aufgabe eine erfundene Brauerei zu gründen. „Dschungelbräu“ hat richtig „eingeschlagen“ und wir waren am Ende sogar traurig, dass das Startup nicht wirklich existierte.

Auf Instagram kann ich dann noch zusätzlich die Themen aus der Uni in meinem Hobby anwenden. Aber auch andersherum ist mir mein Wissen aus Social Media in Onkomm eine Hilfe.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mich auf meine weiteren Semester tatsächlich freue. Jetzt steht aber erstmal das Lernen für die Prüfungsphase an.

Drückt mir die Daumen.

xx

Lea

Kommentare

Jasmin | Dezember 29, 2017

Es ist schön zu lesen, dass dir das Studium auch so gut gefällt 🙂 dein Blogpost gibt einen tollen Einblick in unseren Studiengang und auch wenn du viele Infos untergebracht hast ist er doch humorvoll und interessant geschrieben. Gefällt mir sehr #Dschungelbräuftw

Leaendys | Januar 9, 2018

Danke Jasmin :* go Klausurenphase

Karo | Januar 6, 2018

Ich liebe diesen Beitrag von dir ! Es macht richtig Spaß ihn zu lesen. Außerdem merke ich gerade, wie sehr ich mich doch freue, übernächste Woche wieder in Dieburg zu sein. Schade, dass ich Onkomm schon studiere, ansonsten würde ich mich nach diesem Beitrag gleich dafür bewerben! Besonders dein Einstieg hat mir sehr gut gefallen, aber auch der Rest war einfach top!

Leaendys | Januar 15, 2018

aww du bist so süß hihi

Bianca | Januar 7, 2018

Dein Blogbeitrag ist sehr schön gestaltet und ist auf jeden Fall informativ. Er gibt einen guten Einblick in die Bereiche unseres Studiengangs
Ebenfalls ist dein Schreibstil sehr schön und authentisch☺️

Katharina | Januar 10, 2018

Sehr schön geschrieben, Lea! Wir rocken die Klausurenphase! Schön, dass wir uns hier kennengelernt haben 😉 xo, Katha

Leaendys | Januar 15, 2018

Hi hi Ja wir rocken das 🙂 :*

Mealove | Februar 9, 2018

Total spannender Artikel! Das klingt echt nach einem super Studiengang. Ich komme auch aus Hessen und wusste gar nichts von dem coolen Angebot 🙂 Viel Spaß beim Studieren.

Viele Grüße von Mealove.blog

Lea Endys | März 18, 2018

Ach wie lieb. 🙂 Vielen Dank! Ja, die haben echt was zu bieten in Hessen hahah

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